VPS: IP-Konfiguration (Ubuntu/Debian)
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Einführung
Die Konfiguration von IP-Adressen auf deinem Linux VPS ermöglicht dir die Kontrolle darüber, wie dein Server im Netzwerk kommuniziert. Dazu gehört das Zuweisen von IP-Adressen, das Definieren des Standard-Gateways und das Einrichten von DNS-Servern, die für die Netzwerkverbindung benötigt werden.
Falls dein Server aufgrund einer falschen Netzwerkkonfiguration oder fehlender Internetverbindung nicht erreichbar ist, funktioniert der Remote-Zugriff via SSH möglicherweise nicht mehr. Nutze die VNC-Konsole im Webinterface, um dich mit deinem Server zu verbinden und die Netzwerkkonfiguration zu korrigieren.
Vorbereitung
Bevor du eine statische IP-Adresse konfigurierst, stelle sicher, dass du folgende Informationen parat hast:
- IP-Adresse, die du zuweisen möchtest
- Subnetzmaske
- Standard-Gateway
- DNS-Server
Diese Infos findest du im Webinterface. Öffne dazu deine VPS-Verwaltung und navigiere zu IP-Adressen.
Konfiguration
- Ubuntu
- Debian
Ubuntu-Installationen nutzen Netplan für die Netzwerkkonfiguration. Verbinde dich via SSH mit deinem VPS und finde die Netplan-Konfigurationsdatei im Verzeichnis /etc/netplan/. Öffne die Konfigurationsdatei:
nano /etc/netplan/50-cloud-init.yaml
Passe die Konfiguration an, um eine statische IP-Adresse zu definieren:
network:
version: 2
ethernets:
eth0:
match:
macaddress: "bc:24:11:5f:5c:34"
addresses:
- "109.230.238.45/24"
nameservers:
addresses:
- 8.8.8.8
- 1.1.1.1
set-name: "eth0"
routes:
- to: "default"
via: "109.230.238.1"
Passe die folgenden Werte an deine Netzwerkkonfiguration an:
- 109.230.238.45 → Deine statische IP-Adresse
- 109.230.238.1 → Dein Gateway
- DNS-Adressen → Deine bevorzugten DNS-Server
Speichere die Datei und wende die Konfiguration an:
sudo netplan apply
Debian verwendet häufig die Konfigurationsdatei für Netzwerkinterfaces statt Netplan. Verbinde dich via SSH mit deinem VPS und öffne die Datei für die Netzwerkschnittstellen:
nano /etc/network/interfaces
Füge die Konfiguration für deine Netzwerkschnittstelle hinzu oder passe sie an. Beispielkonfiguration:
auto lo
iface lo inet loopback
# Die primäre Netzwerkschnittstelle
allow-hotplug ens18
iface ens18 inet static
address 134.255.219.160/24
gateway 134.255.219.1
# dns-* Optionen werden vom resolvconf-Paket umgesetzt, falls installiert
dns-nameservers 1.1.1.1
Passe die Werte entsprechend deiner Netzwerkkonfiguration an:
- address → Deine statische IP-Adresse
- netmask → Deine Subnetzmaske
- gateway → Dein Standard-Gateway
- dns-nameservers → Deine bevorzugten DNS-Server
Nach dem Speichern der Konfigurationsdatei starte den Netzwerkdienst neu:
systemctl restart networking
Überprüfung
Nach dem Anwenden der Konfiguration solltest du prüfen, ob die neue IP-Adresse korrekt übernommen wurde. Führe dazu folgenden Befehl im Terminal aus:
ip a
Dieser Befehl zeigt alle Netzwerkschnittstellen des Systems mit ihren aktuellen Konfigurationsdetails an. Suche in der Ausgabe die Schnittstelle, die du konfiguriert hast, meist heißt sie eth0, ens18 oder ähnlich, je nach System.
Im Abschnitt der Schnittstelle findest du den inet-Eintrag, der die zugewiesene IPv4-Adresse darstellt. Die Ausgabe sollte die statische IP-Adresse enthalten, die du zuvor konfiguriert hast. Zum Beispiel:
inet 109.230.238.45/24
Wenn die korrekte Adresse angezeigt wird, wurde die statische IP-Konfiguration erfolgreich übernommen. Falls die neue IP-Adresse nicht erscheint, überprüfe die Konfigurationsdatei erneut und stelle sicher, dass die Änderungen gespeichert wurden, bevor du die Konfiguration erneut mit folgendem Befehl anwendest:
sudo netplan apply
Fazit
Glückwunsch! Du hast deine IP-Adresse auf deinem Linux-Server erfolgreich konfiguriert. Bei weiteren Fragen oder Problemen steht dir unser Support-Team täglich zur Verfügung und hilft dir gerne weiter! 🙂