Screen auf einem Linux-Server einrichten – Persistent Terminal-Sessions managen
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Einführung
Screen ist ein Terminal-Multiplexer für Unix-ähnliche Betriebssysteme wie Linux. Damit kannst du mehrere Terminal-Sessions in einem einzigen Fenster oder einer Remote-Verbindung verwalten. In dieser Anleitung zeigen wir dir die Installationsschritte und geben dir Tipps zur Nutzung, damit du Screen easy bedienen kannst.
Vorbereitung
Bevor du irgendwas auf deinem Server installierst, solltest du unbedingt den Update-Befehl für dein Betriebssystem ausführen, um deinen Server sicher und aktuell zu halten.
- Ubuntu & Debian
- CentOS
- OpenSUSE
- Fedora
sudo apt update && sudo apt upgrade
sudo yum update
sudo zypper update
sudo dnf update
Installation
Screen zu installieren ist super easy, einfach den passenden Befehl für deine Linux-Distribution ausführen:
- Ubuntu & Debian
- CentOS
- OpenSUSE
- Fedora
sudo apt install screen
sudo yum install screen
sudo zypper install screen
sudo dnf install screen
Grundlegende Screen-Nutzung
Wie schon gesagt, kannst du mit Screen mehrere Sessions anlegen. Um eine neue zu starten, gib einfach folgenden Befehl ein und ersetze [name] durch einen beliebigen Namen.
screen -S [name]
Beachte, dass die Befehle in dieser Anleitung case-sensitive sind, besonders bei den Parameter-Flags.
Damit öffnet sich eine neue Screen-Session, in der du Skripte oder Programme starten kannst, die auch nach dem Schließen der Remote-Verbindung weiterlaufen.
Eine Screen-Session kannst du mit CTRL + A gefolgt von D verlassen (detachen) oder einfach mit exit im Terminal beenden.
Alle aktiven Sessions/Screens kannst du mit screen -ls oder screen -list anzeigen lassen.
Um zu einer bestehenden Session zurückzukehren, nutze den Befehl screen -r [name], der dich direkt zur gewünschten Session bringt.
Screen Parameter-Flags
Screen bietet viele - Parameter-Flags, mit denen du die Befehle anpassen kannst. Die wichtigsten findest du hier in der Tabelle:
| Flag | Alias | Info |
|---|---|---|
| -v | Zeigt die aktuelle Screen-Version an | |
-S [name] | Startet eine neue Screen-Session mit dem Namen [name] | |
| -ls | -list | Listet alle laufenden Screens auf |
-wipe [name] | Löscht Screens, optional mit dem Namen [name] | |
-r [name] | Hängt dich an die Screen-Session [name] an | |
-d -r [name] | Trennt deine aktuelle Session und hängt dich an [name] an |
Alle verfügbaren Parameter findest du mit screen -h – das gibt dir eine ausführliche Übersicht.
Fortgeschrittene Screen-Nutzung
Fensterverwaltung
Jetzt, wo du die Basics kennst, zeigen wir dir ein paar Shortcuts, mit denen du deine Sessions noch besser managen kannst. Innerhalb einer Screen-Session kannst du mehrere Fenster für verschiedene Tasks anlegen.
Alle Shortcuts hier funktionieren erst, nachdem du CTRL + A gedrückt hast.
C erstellt ein neues, leeres Fenster im aktuellen Verzeichnis. Zwischen Fenstern wechselst du mit N (nächstes), P (vorheriges) oder " – dann kannst du mit den Pfeiltasten das gewünschte Fenster auswählen.
Standardmäßig haben alle Fenster denselben Namen (meist der Name der Shell). Mit A kannst du den Fenstern einen neuen Namen geben.
Und mit K kannst du ein Fenster löschen.
Fenster teilen
Um zwei Fenster nebeneinander anzuzeigen, kannst du S für horizontal oder | für vertikal nutzen und mit Tab zwischen den Fenstern wechseln.
Nach dem Erstellen eines geteilten Fensters wechsel mit Tab dorthin und öffne mit " ein vorheriges Fenster in der zweiten Ansicht.
Du kannst so viele Fenster teilen, wie du willst – aber denk dran, dass der RAM-Verbrauch auf deinem Server dadurch schnell steigen kann, wenn du viele Tasks parallel laufen lässt.
Fazit
Wir hoffen, diese Anleitung hat dir geholfen, Screen auf Linux zu verstehen und effektiv zu nutzen. Falls du noch Fragen hast oder Hilfe brauchst, steht dir unser Support-Team täglich zur Seite! 🙂